Bücher

Einen Teil meiner kleinen Welt machen diese wundervollen Werke von Schrift, Wort und Satz aus.

Gestern abend habe ich ein Buch bekommen, das dritte einer Trilogie, auf das ich mich schon eine Weile freue, auch wenn ich diese Trilogie vor nicht allzu langer Zeit erst entdeckt habe. Trotz allem wollte ich dieses Buch haben und habe solang kein anderes mehr gelesen.

Und gestern hielt ich es dann also in den Händen. Hole es aus der Tüte und schaue es an. Streiche vorn über den Einband, mit der rechten Hand einmal drüber und drehe es um. Schaue mir die Texte und Kommentare auf dem Rückumschlag an, drehe es wieder um und fühle die Buchstaben auf dem Cover nach. Streiche über die Seite des Buche, wieder über den vorderen Teil des Einbandes und schlage es auf. Schaue mir die Widmung vorne an, bewundere die Seiten und lass sie durch die Finger gleiten.

Jedes mal, wenn ich ein Buch bekomme, verhalte ich mich mehr oder weniger genau so.

Heute kam ich dann auch endlich dazu, das Buch zu lesen. Diesmal habe ich mir den Einband genau angeschaut, das Bild studiert. Ein schönes Cover, rot, dunkel, und zeigt einen Schnitt aus der Stadt Prag. Lumen prangt in goldenen Lettern drauf. Es vervollständigt die vorigen Bücher. Lycidas in blau mit London und Lilith in violett mit Paris. Nun rot und Prag. Und immer goldene Buchstaben und der Vollmond im Blickfang der Stadt.

Die Seiten riechen frisch und bedruckt. Es ist ein Buch, das zwar eine Geschichte erzählt, aber noch keine hat. Ich mag solche Bücher. Ihnen eine Geschichte zu geben, ihnen Erinnerungen, Gedanken, Gefühle einzuhauchen und sie dadurch 'lebendig' werden zu lassen. Wer Die Stadt der träumenden Bücher oder die Tintensaga kennt, weiß , wohin ich rede.
Aber auch alte Bücher sind schön. Die, die bereits eine Geschichte haben, eine ganz eigene, und diese miterzählen. Denen man neue Gedanken und Empfindungen hinzufügen kann. Von denen man den Staub pustet und die alten Seiten riecht; die schwer und voll in den Händen liegen.

Bücher. Wundervolle Geschichten voller Magie, Fantasie, Abenteuer, Liebe, Freundschaft und alles, was die Welt hergibt. Und noch viel mehr.

Was wäre man ohne Bücher? Ohne Geschichten? Ohne Literatur?

Ich, ich wäre nicht ich.
Dorina - 25. Okt, 14:28

wunderschööön ...

Die Stadt der träumenden Bücher, ja, ich hatte ständig diesen alten Papiergeruch in der Nase, obwohl mein Exemplar natürlich auch noch den Hauch Druckfrische an sich hatte.
Bin begeistert von Deiner Liebeserklärung an die Bücher! Mir geht es genauso. Lesen ist atmen für die Seele ... Manchmal auch für den Geist, je nachdem, was man liest :)
Leider habe ich wenig Menschen in meinem Umfeld, die da ähnlich denken. Daher freu ich mich so, das hier zu lesen!! VlG Dori

Hikari - 25. Okt, 17:15

Für mich gehören Bücher auch einfach dazu, sie sind ein Teil meiner Welt und ein Teil meiner selbst geworden. Natürlich gibt es Zeiten, wo man gar nicht oder wenig liest, aber ganz ohne könnte ich niemals auskommen.
Schade, dass bei Dir in der Umgebung das nicht ganz so doll ist, denn ich finde es auch immer schön, mich darüber auszutauschen und gemeinsam daraus noch Dinge zu ziehen. Das macht unheimlich Spaß manchmal.
Und endlich mal jemand, der die Stadt der träumenden Bücher kennt!
Legatus - 30. Okt, 09:17

Ohne Bücher wäre mein Leben fast Inhaltsleer. Meine Fantasie wäre nicht gefordert und mein Vorstellungsvermögen würde verkümmern. Ich wäre angewiesen auf Geschichten die mir andere erzählen (Fernsehn, Video) und würde immer nur Bilder aus zweiter Hand im Kopf haben. Selbst Geschichten lesen im Internet ist nicht das selbe wie ein Buch in der Hand zu halten und das Rascheln der Seiten zu hören und den Geruch von Papier und Druckertinte zu riechen. Dieses Abtauchen in eine Welt die Fremd ist und erst durch das Lesen Gestalt und Form annimmt, ohne dabei einmal die bequeme Kuschelecke auf der Couch zu verlassen würde mir aber glaube am meisten fehlen. Eine Welt ohne Bücher? Unvorstellbar.

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